Was ist die LOIN?
Die LOIN (Level of Information Need / Informationsbedarfstiefe) beschreibt nach EN 17412 und im Kontext der ISO 19650, welche Information je Bauteil, Phase und Anwendungsfall benötigt wird. Sie ist kein eigenständiges „Wunschkonzert", sondern konkretisiert die Anforderungen aus der AIA/EIR.
LOG & LOI — die zwei Dimensionen
- LOG (Level of Geometry) — die geometrische Tiefe: Detaillierung, Maßgenauigkeit, Repräsentation eines Bauteils.
- LOI (Level of Information) — die alphanumerischen Eigenschaften: Attribute, Klassifikation, Materialien, FM-Kennwerte.
Zusammen ergeben LOG und LOI die LOIN. Entscheidend: Beide Dimensionen werden je Anwendungsfall bestimmt — ein Bauteil kann geometrisch grob, aber datenseitig reich sein (oder umgekehrt).
Anforderungs- vs. Ausführungs-LOIN
In der Kaskade gibt es zwei Sichten: Die Anforderungs-LOIN ist Teil der AIA — was der Auftraggeber fordert. Die Ausführungs-LOIN ist die Antwort im BAP — wie das Lieferteam sie operativ umsetzt.
Typische Fehler
- Pauschale LOD-Stufen ohne Bezug zum Anwendungsfall → zu viel oder zu wenig Tiefe.
- LOG hoch, LOI vergessen — schöne Modelle ohne nutzbare Daten.
- LOIN nicht mit der AIA verknüpft → Lieferteam rät die Tiefe.
Geführt erstellen
Im Generator legen Sie je Bauteilklasse und Anwendungsfall LOG und LOI fest. Die LOIN bleibt mit der AIA verknüpft und steht für den BAP bereit — als konsistentes, ISO-konformes Dokument (DOCX/PDF).