Was ist die AIR?
Die AIR (Asset-Informationsanforderungen) beschreibt nach ISO 19650-3 (Betriebsphase), welche Daten der Betrieb über den gesamten Lebenszyklus benötigt. Sie leitet sich aus den OIR ab und füttert das Asset Information Model (AIM) — die „digitale Akte" der Anlage. Während die AIA/EIR ein Projekt steuert, steuert die AIR den Betrieb danach.
Was gehört hinein — und warum die Normen das fordern
Gute AIR fragen nicht nur „welche Attribute", sondern den Kontext, der den Datenbedarf begründet. Die internationalen Betriebsnormen geben den Rahmen:
- FM-Betriebsmodell (ISO 41001) — in-house, ausgelagert oder hybrid; welche Hard-/Soft-FM-Services die Daten stützen müssen.
- Anlagen-Taxonomie & Kennzeichnung (ISO 14224 / ISO 81346, KKS) — wonach Anlagen gegliedert und kodiert werden.
- Instandhaltungsstrategie je Anlagenklasse (EN 13306) — präventiv, korrektiv, zustands- oder prädiktiv — statt einer globalen Strategie.
- Kritikalität je Anlage (ISO 55001 / 14224) — kritische Anlagen treiben die geforderte Attributtiefe.
- Zuverlässigkeitsdaten (ISO 14224) — Ausfallarten, MTBF/MTTR, Verfügbarkeit — als Attributgruppe für kritische Anlagen.
- Lebenszykluskosten (ISO 15686-5) — Betrachtungszeitraum, Kostenkategorien, Restwert, Diskontsatz.
- Trigger-Events (ISO 19650-3) — welche Ereignisse (Wartung, Umbau, Regulatorik) das AIM aktualisieren.
Typische Fehler
- Eine globale Instandhaltungsstrategie für alle Anlagen statt je Klasse.
- Datenfülle ohne Kritikalitäts-Logik → teure, ungenutzte Attribute.
- Kein Übergabe-/Trigger-Prozess → das AIM veraltet ab Tag 1.
- Zielsystem (CAFM/IWMS) nicht definiert → Daten landen im Nirgendwo.
Geführt erstellen
Im Generator legen Sie Datenkategorien, Pflichtattribute je Anlagenklasse und Zielsysteme fest — und verankern den Betriebskontext (Instandhaltung, Kritikalität, LCC). Ergebnis: eine konsistente, ISO-19650-3-konforme AIR als DOCX/PDF, abgeleitet aus den OIR.